TRANSPARENZ VERPFLICHTET

Eine Chance namens Nachhaltigkeit und drei Rahmenwerke

Auch die BaFin sieht es so:
Nachhaltigkeit soll sich nicht in Klimafragen erschöpfen. Stets im vollen Dreiklang ist sie zu denken: Die Erhaltung des Wohlstandes und seine langfristige Absicherung gegen ökonomische, soziale und ökologische Risiken ist das Ziel des nachhaltigen Wirtschaftens. In ihrem im Oktober 2019 erschienen Merkblatt zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken stellt die BaFin fest, Reputationsrisiken seien ein wesentlicher Aspekt von Nachhaltigkeitsrisiken. Von Unternehmen verlangen die Aufsichtsbehörden, dass Methoden und Verfahren zur Identifizierung von Nachhaltigkeitsrisiken regelmäßig überprüft werden. Seitdem kapitalmarktorientierte Unternehmen über nicht-finanzielle Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit informieren müssen, ist Nachhaltigkeit zu einem wichtigen Faktor für Imageaufbau und Kundenbindung geworden. Eine lästige Pflicht seit 2018 oder Hebel für Wertentwicklung? Der Gedanke hinter der Berichtspflicht ist nobel: Wenn Unternehmen verpflichtet werden, ihre Schwachstellen und Probleme zu untersuchen und zu benennen, dann werden sie langfristig darauf hinarbeiten, diese Probleme zu lösen.

Es ist den Unternehmen selbst überlassen, nach welchem Berichtsformat sie vorgehen. Nutzbar sind nationale, europäische oder internationale Rahmenwerke. Im Folgenden drei Beispiele für Transparenzstandards für die Berichterstattung unternehmerischer Nachhaltigkeitsleistungen:

Deutscher Nachhaltigkeitskodex (DNK)

Der DKN bietet 20 Kriterien zur Orientierung für die strategische Ausrichtung von Unternehmen bezüglich Nachhaltigkeitskonzept, Prozessmanagement, Ökologie und Soziales und einen Rahmen für die Berichterstattung dieser nichtfinanziellen Leistungen.

www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de

EMAS

EMAS steht für Eco-Management und Audit Scheme. Dieses freiwillige Instrument der EU unterstützt Unternehmen und Organisationen jeder Größe und Branche dabei, ihre Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern. Die Erklärung wird von einem Umweltgutachter überprüft und validiert. EMAS ist öffentlich zugänglich

www.emas.de

UN Global Compact (UNGC)

Das weltweit größte und wichtigste Netzwerk für unternehmerische Verantwortung und Nachhaltigkeit heißt UN Global Compact. Mit über 8.300 Unternehmen und mehr als 4.500 sogenannten non-business Teilnehmern ist der UNGC eine strategische Initiative für Firmen, die sich verpflichten, ihre Geschäftstätigkeiten und Strategien an 10 anerkannten Prinzipien aus den Bereichen Arbeitsnormen, Umweltschutz, Menschenrechte und Korruptionsbekämpfung auszurichten.

www.unglobalcompact.org 

Am 2. April 2020

findet in Berlin die Konferenz des deutschen Netzwerkes statt: https://www.globalcompact.de/

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